Bibelkommentare

Erklärungen zur Bibel

Der zweite Brief an Timotheus

Einleitung

Kapitel 1

Vers 1

Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen nach Verheissung des Lebens in Christus Jesus, 2.Tim 1,1

Paulus leitet den zweiten Brief an Timotheus wunderschön ein. Mit ganz wenigen Worten werden herrliche Fakten genannt: 

- Paulus war durch Gottes Willen Apostel Jesu Christi (Gesandter Jesu Christi), was besagt, dass seine Aussagen ernst zu nehmen sind.

- Das Leben ist in Jesus Christus zu finden.

Das Neue Testament gründet natürlich auf der Lehre Christi aber auch auf der Lehre der Apostel (Apg 2,42). Sämtliche Briefe im Neuen Testament gehören zum inspirierten Wort Gottes und haben ihre volle Gültigkeit.

Das Leben ist in Jesus Christus zu finden. Wer leben will, kann sich im Gebet an Jesus Christus wenden. Dort erfährt der reumütig Suchende Vergebung und Leben (Römer 10,8-10; Apg 16,30.31; 2. Tim 1,1).

 

Vers 2

Timotheus, meinem geliebten Kind: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und von Christus Jesus, unserem Herrn! 2.Tim 1,2

Timotheus war nicht das leibliche Kind von Paulus (Apg 16,1), Timotheus hatte einen griechischen Vater. Aber Paulus nennt Timotheus Kind, weil Timotheus durch Paulus zum Glauben kam. Paulus führte Timotheus durch die Predigt zum Glauben, denn Glauben kommt aus dem Hören (Röm 10,17). 

Obschon sich im Reich Gottes niemand „Vater“ nennen soll (Mt 23,9), gemeint ist eine beständige übergeordnete Stellung, anerkennt die Bibel geistliche Vaterschaften (siehe auch 1. Kor 4,15; Phlm 1,10). Paulus durfte sagen, er habe diesen und jenen gezeugt, obschon er als Unverheirateter nie eigene Nachkommen nach dem Fleisch gezeugt hatte. Aber er zeugte durch die Predigt Söhne und Töchter, was gesagt werden darf, obschon wir wissen, dass der Heilige Geist die Hauptarbeit tut. Irdische Väter dürfen sich auch „Vater“ in Bezug auf ihre Kinder nennen, obschon bei der Zeugung eines Menschen Gott die Hauptarbeit mit der Hinzufügung des Lebens tut. 

Diesen Titel zu tragen ist aber nicht statthaft, um über anderen Geschwistern zu stehen. Im weiteren Leben muss man selbst als geistlicher Vater zurückstehen und sich in der gleichen Stellung zu den anderen Gläubigen in der Schar der Kinder Gottes einreihen. – Um diesen Kommentar abzurunden muss noch erwähnt werden, dass die Hierarchie, die wir in vielen Kirchen und Gemeinschaften finden, nicht schriftgemäss ist (Mt 23,9; Offb 2,6).

Vers 3

Ich danke Gott, dem ich von meinen Voreltern her mit reinem Gewissen diene, wie ich unablässig deiner gedenke in meinen Gebeten Nacht und Tag, 2.Tim 1,3

Paulus wird uns durch den Heiligen Geist als Vorbild dargestellt (Phil 3,17). Selbstverständlich ist auch Christus unser Vorbild (Phil 2), das erste in der Rangfolge. Aber der Heilige Geist bezeichnet auch klar Paulus als Vorbild. An dieser Stelle gibt uns der Heilige Geist einen Einblick in das Leben von Paulus: Paulus betete Nacht und Tag für das geistliche Kind, das er zeugen durfte, er betete Nacht und Tag für seinen frisch gewonnenen Bruder im Herrn Jesus Christus. Und wir wissen, dass er dies nicht nur bei Timotheus tat; so verhielt er sich für alle Heiligen (Röm 1,9; 1. Thess 1,2). 

Wir sollen unablässig beten (1. Thess 5,17). Dabei ist klar, dass wir alle Elemente, die zum Gebet gehören, berücksichtigen, wie das Lob Gottes, die Danksagung, die persönlichen Bitten und die Fürbitte für andere Menschen. Und wenn unser Gebet beständig ist, so kommen alle Aspekte in der Aufzählung stets zur Anwendung, auch das Beten für Mitgeschwister.

Vers 4

voller Verlangen, dich zu sehen – eingedenk deiner Tränen –, um mit Freude erfüllt zu werden. 2.Tim 1,4

Paulus, ein Mensch der durch den Heiligen Geist als ein Vorbild für uns bezeichnet ist, zeigt wahre Liebe zu anderen Geschwistern. Wahre Liebe, sie ist im 1. Korintherbrief, Kapitel 13 beschrieben, sucht nicht das Ihre (1. Kor 13, 5), benimmt sich nicht unanständig und rechnet das Böse nicht zu. 

Wahre Geschwisterliebe ist ein starkes und reines Gefühl, das für die Mitglieder der Familie Gottes brennt. Es verlangt nach Harmonie, nach dem Wohlsein des anderen. Die Liebe verlangt nach Gemeinschaft, sie verlangt nicht nach Absonderung. Jemand der liebt, sucht seine Geschwister auf und freut sich an ihrer Gegenwart und stöhnt nicht, wenn ein Gemeindeglied an der Haustür klopft.

Vers 5

Denn ich erinnere mich des ungeheuchelten Glaubens in dir, der zuerst in deiner Grossmutter Lois und deiner Mutter Eunike wohnte, ich bin aber überzeugt, auch in dir. 2.Tim 1,5

Ein grosser Glaube und die liebevolle Hingabe zum Weg Gottes eines Menschen bewegt auch andere Menschen, die Gott lieben, wie es Gott selbst auch bewegt. Bei Liebestaten Gott gegenüber war dieser selbst auch bewegt, denken wir nur einmal an die Liebestat der Sünderin, bei welcher der HERR sagt, dass ihre Liebe gross war, wie geschrieben steht:

Deswegen sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Lk 7,47

Der Herr Jesus verordnete auf diese Tat, dass sie überall erzählt werden sollte, wo das Evangelium gepredigt wird (Mt 26,13), so bewegt war Er über diese Liebestat. Die Liebe dieser Frau erwiderte Er auch und zwar mit seiner königlichen Liebe, die uneingeschränkt Gutes anordnen kann. Der Herr war bewegt durch die Liebe des Johannes, daher übertrug Er die Versorgung seiner geliebten Mutter diesem Jünger von dem Er wusste, dass Johannes aus Liebe zu Ihm die Mutter sehr gut versorgen würde. 

Paulus war auch einer, der den HERRN liebte (1. Kor 16,22). Und die Hingabe des Timotheus, welche er vorher in seiner Grossmutter und der Mutter sah, bewegte den Apostel; er erwähnt sie namentlich, was bezeichnend ist. Paulus war von der Liebe dieser Personen so bewegt, dass dieser Timotheus von Paulus Tag und Nacht im Gebet vor den königlichen Thron Gottes gebracht wurde.

Wir sehen also: Liebe wird im Reich Gottes erwidert, sie entspricht der Natur Gottes, denn Gott ist Liebe (1. Joh 4,8). Lasst uns Gott und unsere Mitmenschen lieben! Amen!

Vers 6

Um dieser Ursache willen erinnere ich dich, die Gnadengabe Gottes anzufachen, die in dir durch das Auflegen meiner Hände ist. 2.Tim 1,6

Um dieser Ursache willen, wegen des ungeheuchelten Glaubens in Timotheus (Vers 5), soll er die Gnadengabe Gottes, die er durch das Auflegen der Hände des Apostels erhalten hatte, fördern, sie wachsen lassen. Sie hatte in ihm, der wirklich an die Worte Christi glaubte, sehr gute Chancen zu gedeihen. In einen Zweifler hat eine Gnadengabe Gottes keinen guten Boden zu wachsen; Zweifel hemmen das Vorankommen in geistlichen Angelegenheiten massgebend.

Gott will, dass wir Früchte tragen; wer keine Frucht trägt, lebt weder im Willen noch im Wohlgefallen Gottes (Joh 15). – Nun ist es so, dass nicht nur Timotheus eine Gnadengabe empfangen hat. Durch den Geist erhält jeder Christ, Mann und Frau, eine Gabe nach der Fähigkeit des Betreffenden Menschen (Mt 25,15), die es zu fördern gilt.

Vers 7

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. 2.Tim 1,7

Im Zusammenhang mit dem Fördern der Gabe Gottes in Timotheus erinnert Paulus an den Geist Gottes, welchen Gott jedem Christen darreicht. Und interessant ist, welche drei Eigenschaften des Geistes Paulus an dieser Stelle hervorstreicht. 

In diesem Geist liegt Kraft! Das bedeutet, dass ein Christ – selbst wenn er schwach ist – geistlich in Kraft lebt bzw. leben kann, sofern er sich dieses Geistes bedient. 

Es ist ein Geist der Liebe! Durch diesen Geist gewirkte bzw. unterstützte Werke sind durch Liebe gewirkt. Sie sind nicht durch Geltungssucht oder Stolz gewirkt. Das Wirken des Geistes dient demnach Gott und anderen Geschwistern und niemals dem Bau einer eigenen Statue.

Es ist ein Geist der Zucht! Der Geist Gottes wirkt niemals so, dass es zu Ungebührlichkeiten oder gar zu Übergriffen kommt. Die Natur des gefallenen Menschen, durch die Bibel „das Fleisch“ genannt, kann durchaus Gelegenheiten auf jedem Gebiet in falscher Weise ausnutzen oder passende Situationen bei betreuten, untergebenen oder hilfesuchenden Menschen missbrauchen. In der Welt und leider auch in christlichen Institutionen hört man immer wieder von Übergriffen durch Menschen, die den Geist der Zucht nicht haben oder von solchen, die sich nicht durch diesen Geist leiten lassen. Ein durch den Geist Gottes geleiteter Mensch verhält sich nicht ungebührlich und geht auch nicht durch eine unverschlossene Tür, durch die er nicht gehen sollte, auch dann nicht, wenn sie ihm durch den betreuten, untergebenen oder hilfesuchenden Menschen selbst aufgestossen wird oder sich sonst eine passende Gelegenheit in irgend einer Sache anbietet.

Vers 8

So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unseres Herrn noch meiner, seines Gefangenen, sondern leide mit für das Evangelium nach der Kraft Gottes! 2.Tim 1,8

Timotheus sollte sich nicht des Paulus schämen, der im Gefängnis sass. Und er sollte sich nicht betreffend die Botschaft des HERRN schämen, sondern viel mehr in der Kraft Gottes für sie leiden.

Warum braucht es ermutigende Worte bei einer so herrlichen, errettenden und befreienden Botschaft? Es braucht sie, weil sie von der Welt abgelehnt wird. Wer sie bringt, wird verspottet oder gar verfolgt. Wir sind nun wie Timotheus aufgerufen, diese Verfolgung in der Kraft Gottes zu ertragen und uns nicht durch Rückzug in eine trügerische Komfortzone zurückzuziehen, die uns letztendlich nicht vor dem Unglück retten wird (Est 4,14).

Vers 9

Der hat uns errettet und berufen mit heiligem Ruf, nicht nach unseren Werken, sondern nach seinem eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben, 2.Tim 1,9

Dieser Christus, dessen sich Timotheus und die Gläubigen nicht schämen sollten, hat uns bekanntlich nach seinem Vorsatz berufen; Er hat keinen nach dessen eigenen (menschlichen) Werken berufen, von denen wir viel zu oft glauben, sie wären gut. 

Tun wir es trotzdem, müssen wir wieder an den Anfang der Bibel zurückblättern und nochmals an der sinnlosen Art lernen, dass die eigene Blösse nach dem Sündigen mit Feigenblättern zu bedecken nicht zielführend ist. Im Gegenteil: Adam und Evas Blösse konnte nach dem Sündigen nur durch Gott und durch den Verlust des Lebens eines anderen bedeckt werden. Gott musste dazu das oder die Felle von Tieren nehmen, die konsequenterweise dadurch ihr Leben verloren hatten. 

Dasselbe wird uns durch die Taten von Kain und Abel vor die Augen geführt: Die eigene Leistung Kains konnte Gott (von einem sündigen Menschen) nicht annehmen, das Opfer Abels, das auf Christus hinwies, konnte Gott demgegenüber annehmen, da Christus in keiner Verbindung zur Sünde steht. 

Wir sehen daraus: Unsere Errettung hängt zu 100% von Christus ab, nicht zu 98% oder gar weniger. Wir können Gott nichts bieten, Gott gab uns hingegen in seinem Sohn Christus Jesus alles, damit wir Leben haben.

Vers 10

jetzt aber geoffenbart worden ist durch die Erscheinung unseres Heilandes Jesus Christus, der den Tod zunichte gemacht, aber Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium, 2.Tim 1,10

Der Gedanke, uns in Christus zu retten, bestand bei Gott schon von Anfang an und wurde durch die Tieropfer auch schon von Anfang an figurativ angedeutet. Dann offenbarte sich Gott in Jesus Christus, der verheissene Messias war da, der Retter-Gott wurde Mensch und offenbarte sich den Menschen. Er nahm dem Tod die Kraft, die der Tod an allen Menschen erzeigte, keiner, auch kein Mächtiger, konnte ihm bis zur Offenbarung Christi und seines Werkes entfliehen, ausser Menschen wie Henoch und Elia, die auf diese Hoffnung in Christus hin vor der Macht des Todes verschont worden waren. 

Dann kam der gelobte Christus und zeigte seine Herrlichkeit, brach die Macht des Todes. Er schenkt jedem das ewige Leben, der zu Ihm kommt. Er hat durch die gute Botschaft Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht! – Er sei gepriesen!

Vers 11

für das ich eingesetzt worden bin als Herold und Apostel und Lehrer. 2.Tim 1,11

Gott vermittelte als König die Grundlagen der Lehre in erster Linie selbst, z. B. in der Bergpredigt (Mt 5 – 7). In zweiter Instanz setzte Er die Apostel ein, welche bildlich gesprochen den Boden des Hauses legten, wie geschrieben steht:

Ihr seid aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst Eckstein ist. Eph 2,20

Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. Offb 21,14

Die ersten Christen hatten den Willen Gottes verstanden und versammelten sich gemäss der Lehre der Apostel, wie geschrieben steht:

Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. Apg 2,42

Die ersten Christen taten das Richtige: Sie lebten nicht im Eigensinn, sie begaben sich nicht in die Absonderung, das Abendmahl nicht feiernd und die Gebetsstunde vernachlässigend. Heute sehen wir ein völlig anderes Bild in der christlichen Landschaft. Früher hatte man täglich Gemeinschaft am Tisch des HERRN (Abendmahl), wie geschrieben steht:

Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens, Apg 2,46

Wie ist es heute? Wie oft wird das Abendmahl gefeiert? In einer Gemeinde mit 100 Personen, wie viele von 100 besuchen regelmässig die Gebetsstunde? Wie viele pflegen jeden Abend Gemeinschaft mit anderen Christen und in welchen Häusern bleibt nach dem Tagewerk der Fernseher zugunsten der Gemeinschaft unter Gläubigen aus? Und welcher Christ richtet sein Denken und sein Leben nach der Lehre der Apostel aus und lebt nicht im Eigensinn? 

An dieser Stelle muss noch erwähnt sein, dass wir Rechenschaft über unsere Leben abgeben werden müssen (Röm 14,10; 2. Kor 5,10). Lassen Sie uns, liebe Brüder und Schwestern im HERRN, die Lehre der Apostel in die Praxis umsetzen! Amen!

Vers 12

Um dieser Ursache willen leide ich dies auch; aber ich schäme mich nicht, denn ich weiss, wem ich geglaubt habe, und bin überzeugt, dass er mächtig ist, mein anvertrautes Gut bis auf jenen Tag zu bewahren. 2.Tim 1,12

Paulus widerfuhr das, was jedem wahren Christen widerfährt. Die Ablehnung, die unserem Meister Jesus Christus entgegen schlug, schlägt auch jedem entgegen, die dem Meister folgt (Joh 15,20). Das ist ein normales Prinzip unter Menschen. Wenn ein Mensch nicht gerne gehört wird, werden auch seine Sympathisanten nicht gerne gehört, was bei Aufrührern gut ist, wenn sie und ihre Anhänger nicht gerne gehört werden. Bei der Ablehnung von Jesus Christus und seinen Nachfolgern tut sich die Welt aber keinen Gefallen, da sie das Liebesangebot Gottes gegen das des Teufels eintauscht. Das Angebot Gottes führt zur ewigen Herrlichkeit, das Angebot des Teufels von temporärer Freude in den Feuer- und Schwefelsee der ewigen Qual (Offb 21,8).

Kommen wir zum zweiten Teil des Verses. Paulus ist der Überzeugung, dass Christus mächtig ist, das Gut, das Er Paulus anvertraut hatte, bis zum Schluss zu bewahren. Das ist ein herrlicher Gedanke des Paulus. Und herrlich ist es, dass dieser durch den Heiligen Geist der Nachwelt erhalten blieb, was ein grosser Trost für uns ist! 

Paulus wusste, was ein ehrlicher Christ auch weiss: Die Sorgen und Nöte des Lebens könnten einem Christen das anvertraute Gut rauben, indem der Christ dem Druck nicht standhält und zurückweicht oder gar gänzlich aufgibt. Und wir wissen, dass es möglich ist, anvertrautes Gut aus der Hand zu geben, sonst gäbe es den folgenden Vers 2. Tim 1,13, auf welchen ich im nächsten Kommentar eingehen werde, und die folgende Schriftstelle nicht:

Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme! Offb 3,11

Es ist möglich, dass wir unser anvertrautes Gut aus der Hand geben, doch Paulus vertraut darauf, dass es in der Macht Christi ist, es uns zu bewahren, wenn wir mit Ihm zusammenarbeiten und Ihn darum bitten!

Vers 13

Halte fest das Vorbild der gesunden Worte, die du von mir gehört hast, in Glauben und Liebe, die in Christus Jesus sind! 2.Tim 1,13

Timotheus sollte sich an den gesunden Worten des Apostels orientieren und sie festhalten. Sie haben Vorbildcharakter. – Was damals ein Brief von Paulus an Timotheus war, ist nun ein Teil der Bibel, welche ist

1. von Gott eingegeben, 

2. ein Brief der Liebe,

3. Licht auf unserem Weg,

4. kraftvoll und wirksam,

5. Schutz und Hilfe bei Angriffen,

6. hochaktuell,

7. einen Ausweg weisend,

8. die Ursache von Wachstum,

9. Hilfe zur Erbauung unseres Glaubens,

10. Hilfe bei Lebensentscheidungen.

Wir sollten uns an die Worte der Apostel genauso halten, wie wir uns an die restlichen Bibelbücher halten! Amen!

Vers 14

Bewahre das schöne anvertraute Gut durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt! 2.Tim 1,14

Das ist ein sehr schöner Vers, der die Hilfe Gottes und die eigene Verantwortlichkeit des Menschen in einem Satz vollumfänglich beschreibt. Gott hilft uns und gibt den Heiligen Geist, der dem Menschen bewahren hilft, was ihm Stärkere (z. B. die finsteren Mächte) entreissen wollen. Aber die Ermahnung geht auch an Timotheus mit dem Befehl des Apostels: „Bewahre das schöne anvertraute Gut!“ Timotheus selbst ist aufgefordert, es zu tun; das Bewahren des anvertrauten Gutes erfordert das eigene Mitwirken! Amen!

 

Vers 15

Du weisst dies, dass alle, die in Asien sind, sich von mir abgewandt haben; unter ihnen sind Phygelus und Hermogenes. 2.Tim 1,15

Dieser Vers beschreibt einen sehr grossen Schmerz des Paulus! – Paulus gründete auf seinen Missionsreisen viele Gemeinden in der hier erwähnten Provinz Asien, wir kennen sie auch als römische Provinz „Kleinasien“. In dieser Provinz befanden sich Gemeinden wie Ephesus, Smyrna, Tyathira, u. s. w., welche in der Offenbarung namentlich erwähnt sind (Offb. 2 und 3). Wir kennen sie aus den sogenannten Sendschreiben an die sieben Gemeinden. Alle dort erwähnten Gemeinden befanden sich in dieser Region, das sind die im erwähnten Vers „alle, die in Asien sind“.

Es ist kaum fassbar! – Paulus führte auf seinen Reisen die Menschen zum Retter, Jesus Christus, und gründete Gemeinden. Doch diese verwarfen später in unerhörter Art die Loyalität zum Gründer Paulus und folgten noch zu seinen Lebzeiten lieber Irrlehrern nach. Was für ein Affront und was für eine Provokation gegenüber Christus, welcher den Paulus als Apostel und Herold eingesetzt hatte!

Und nun, was erwarten wir, wenn wir als treue Diener des HERRN von den eigenen Brüdern und von den eigenen Schwestern, die wir aufgebaut und genährt haben, in einer üblen Art fallengelassen werden? Erfüllt sich dann nicht das Wort an uns, dass uns dasselbe treffen wird, was über unseren Meister kam? 

Was auch noch erwähnenswert ist: Paulus nennt die Widersacher beim Namen, was wir heute manchmal in einer falschen frommen Art nicht mehr tun. Die Bibel lehrt uns aber nicht das Schützen der Feinde Gottes; sie lehrt und vielmehr die namentliche Erwähnung, damit unsere Brüder und Schwestern gewarnt sind und nicht in die Fallen solcher Individuen tappen!

Vers 16

Der Herr gebe dem Hause des Onesiphorus Barmherzigkeit, denn er hat mich oft erquickt und sich meiner Ketten nicht geschämt; 2.Tim 1,16

Durch den Abfall der Gemeinden in Kleinasien widerfuhren Paulus grosse Ungerechtigkeit und Schmerz. Der HERR liess aber nicht zu, dass Paulus nur enttäuschende Erlebnisse mit Christen hatte. - Christen können sehr enttäuschen. Sie enttäuschen dann, wenn sie sich für den fleischlichen Weg entscheiden, wenn sie weiterhin nach den Begierden ihres alten Menschen, die Bibel nennt diesen „das Fleisch“, handeln. So gelagerte Christen sind fleischliche Christen, die dem Willen des sündigen Fleisches ergeben sind. Christen in Korinth waren fleischlich und ihre Zusammenkünfte chaotisch. Paulus musste schreiben:

1 Und ich, Brüder, konnte nicht zu euch reden als zu Geistlichen, sondern als zu Fleischlichen, als zu Unmündigen in Christus. 2 Ich habe euch Milch zu trinken gegeben, nicht feste Speise; denn ihr konntet sie noch nicht vertragen. Ihr könnt es aber auch jetzt noch nicht, 3 denn ihr seid noch fleischlich. Denn wo Eifersucht und Streit unter euch ist, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise? 1.Kor 3,1-3

Sie wandelten nach „Menschenweise“, was bedeutet, dass bei ihnen kein Unterschied zu weltlichen Menschen, die nach Menschenweise funktionieren, wahrgenommen werden konnte. – Tatsache ist, dass fleischliche Christen enttäuschen, sie enttäuschen in derselben Weise, wie es die weltlichen Menschen tun. Sie enttäuschen sogar noch mehr, weil man von ihnen ein besseres Verhalten erwarten darf, da nicht mehr der Name des Geistes der Unmoral und der Zerstörung über ihnen steht. 

Christen haben einen anderen Herrn, sie haben einen König, der eine herrliche und menschenfreundliche Verfassung gegeben hat (Mt 5 – 7). Daher sollte in ihnen ein herrliches und menschenfreundliches Verhalten gesehen werden. Fleischliche Christen sehen sich und ihre Wünsche im Zentrum; was den Nächsten betrifft, ist ihrem Herzen egal. Mit dem Mund sind sie für den Nächsten, weil es in der Bibel steht, in Tat und Wahrheit stehen sie weit weg von ihm.

Im Blick auf die Möglichkeit, dass ein Christ sich vom sündigen Fleisch leiten lassen kann, ist es verständlich, dass der unglaubliche Umstand eintraf, dass sich alle Gemeinden in der römischen Provinz Kleinasien von Paulus getrennt hatten. Sie liessen sich vom Fleisch leiten, welches dem sündigen Geist dieser Welt folgt. Sie verwarfen Paulus, der von Christus eingesetzt war. Damit verwarfen sie auch Christus, dessen Wille es war, dass sie auf die Lehre des Apostels horchen. 

Doch zum Glück gab und gibt es nicht nur fleischliche Christen! Es gab auch noch den Onesiphorus, dem es egal war, ob Paulus in Schande oder in Herrlichkeit gekleidet war oder nicht. Ihm war egal, ob Paulus im Gefängnis war oder nicht. Er pflegte den Gesandten Christi unter allen Umständen! Christus honorierte Onesiphorus‘ Barmherzigkeit mit dem Eintrag seines Namens ins ewige Wort Gottes! Amen!

Wir sollten uns durch den Geist leiten lassen, der uns weg vom Willen des Fleisches führt. Er führt uns weg von der Schande in die Herrlichkeit des Reiches Christi. – Der HERR sei gelobt!

Vers 17

sondern als er in Rom war, suchte er mich eifrig und fand mich. 2.Tim 1,17

Onesiphorus wurde für die Not der anderen geboren. Das war ein wahrer Bruder nach Gottes Sinn, wie geschrieben steht:

Ein Freund liebt zu jeder Zeit, und als Bruder für die Not wird er geboren. Spr 17,17

Onesiphorus setzte Nächstenliebe in die Praxis um. Ohne Navigationsgerät in Rom, musste er sich durchfragen, gab aber nicht auf, um Paulus an seinem Ort der Drangsal zu trösten. 

Sind wir auch wie Onesiphorus, wenn wir von Nöten anderer wissen? Oder haben wir Gedanken die dem Nachfolgenden ähneln?

15 Wenn aber ein Bruder oder eine Schwester dürftig gekleidet ist und der täglichen Nahrung entbehrt, 16 aber jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch! ihr gebt ihnen aber nicht das für den Leib Notwendige, was nützt es? Jak 2,15-16

Begnügen wir uns nicht nur mit wohlwollenden Gedanken! Setzen wir Nächstenliebe in die Tat um!

Vers 18

Der Herr gebe ihm, dass er von seiten des Herrn Barmherzigkeit finde an jenem Tag! Und wieviel er in Ephesus diente, weisst du noch besser. 2.Tim 1,18

Jeder von uns kann diesen Vers bestens verstehen, wenn ihm durch andere Geschwister dringend benötigte Hilfe zuteil wurde! Dann ruft man jubelnd und aus tiefstem Herzen segnend aus: Der HERR möge den Bruder oder die Schwester segnen! Der HERR möge die Person segnen, die mir geholfen hat! Hilfeleistende Personen sind wie Balsam, wie heilendes Öl auf die Wunden des Bedürftigen!

Und Personen, die gerne Hilfe leisten, sollten wissen: Der HERR wird ihnen die Treue zum Wort vergelten, wenn sie die Hilfeleistung nicht rumposaunen, um Lob von Menschen zu bekommen! Wir lesen im Matthäusevangelium, im Kapitel 6, wie der HERR den Menschen vergelten wird. Wenn sie gemäss Nächstenliebe und Glauben funktionieren, so wird – das steht im unfehlbaren Wort – die Wohltat oder die Tat des Glaubens vergolten werden (Mt 6,4.6.18)!

Dieses Wort der Vergeltung von Gutem gilt auch für Menschen aus den Nationen, ausserhalb des Volkes Gottes! Der HERR verdammt diejenigen Menschen aus den Nationen nicht zum ewigen Brennen im Feuer, welche einem Bruder oder einer Schwester im HERRN geholfen haben, wie wir in der Beschreibung des Gerichtes über die Ungläubigen, die bei seiner Wiederkunft noch am Leben sind. Der HERR erklärt den Umstand so:

Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan. Mt 25,40

Mit anderen Worten ausgedrückt, sagt der HERR zu einem, der nicht zum Volk Gottes gehört, aber jemandem aus dem Volk Gottes geholfen hatte: Deine Hilfeleistung an einem meiner Brüder oder meiner Schwestern wird dir in der gleichen Weise vergolten, wie wenn Du an mir persönlich eine Wohltat vollzogen hättest! Der hilfeleistende Mensch aus den Nationen ist selber kein Bruder bzw. eine Schwester des HERRN, sonst wäre er nicht im Gericht, das den Nationen gilt, sondern er wäre bei der Schar der Kinder Gottes.

Nun sehen wir: Wenn Gott in dieser Art Wohltaten vergilt, wieviel mehr wird er es bei seinen Brüdern und seinen Schwestern tun! Amen!

Ein kleiner Hinweis für Menschen, die schwerlich glauben können, dass auch Menschen, die nicht zum Volke Gottes gehören, vor der Hölle gerettet werden können: Mir wurde sehr viel durch ungläubige Menschen geholfen! Ich wurde zum Beispiel durch ein Teammitglied, das sich nicht Bruder oder Schwester nennen kann, im Geschäft sprichwörtlich durch eine Krisenzeit getragen, indem es mir zu meiner Entlastung unaufgefordert Teile meiner Aufgaben abgenommen hat! – Zu solchen wird der HERR sagen:

Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an! Mt 25,34

39 Wann aber sahen wir dich krank oder im Gefängnis und kamen zu dir? 40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan. Mt 25,39-40

Ich möchte nochmals festhalten, dass die Lehre, dass grundsätzlich und ohne Ausnahme jeder nicht wiedergeborene Mensch automatisch und in jedem Fall in die Hölle fahren muss, nicht dem Charakter Gottes entspricht. Wer das nicht glauben kann, muss beweisen können, dass die Schafe in Mt 25,34 gläubige Christen sind, was nicht beweisbar ist. Denn die Christen werden vor diesem hier beschriebenen Gericht entrückt und werden vor den Richterstuhl Christi gerichtet (Röm 14,10; 2. Kor 5,10) und kommen anschliessend mit Christus zurück auf die Erde. Dann erst wird dieses hier beschriebene Gericht stattfinden. 

Kapitel 2

Vers 1

Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist; 2.Tim 2,1

Von Gottes Seite her kommt immer die Ermunterung zur Stärke. Gott spricht stets in dieser Art zum Menschen (Beispiele: 5. Mo 11,8; 5. Mo 31,6; Ps 27,14; Eph 6,10). Als Botschafter des stärksten Befehlshabers, macht man keinen Schritt zurück vor anderen starken Befehlshabern. Man verkündigt, was die Botschaft desjenigen ist, der uns die Worte in den Mund gelegt hat. Man hat die anderen nicht zu fürchten, wenn man weiss, dass der eigene HERR es im Konfliktfall mitsamt allen aufnehmen kann und ausnahmslos immer siegreich war, siegreich ist und siegreich sein wird. Daher wundern uns die Worte nicht, die Paulus an Timotheus richtet. Sie entsprechen vollumfänglich dem restlichen Kontext der Bibel.

Wichtig zu erwähnen ist noch, dass wir nicht in der eigenen Stärke wachsen sollen. Wir sollen in der Kraft und Gnade des HERRN erstarken, denn eigene Kraft und eigene Projekte nützen nichts (man denke an: 1. Sam 2,9; Hab 1,11).

Vers 2

und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sein werden, auch andere zu lehren! 2.Tim 2,2

Man kann sagen, dass hier in den Anfängen schon eine gewisse Selektion stattfand die ich nun durch meine Lebenserfahrung besser einordnen kann als wie vor 20 Jahren. Heute ist es, wie damals schon unter den ersten Christen, praktisch nicht mehr möglich, die volle Wahrheit des Evangeliums allen zusammen, die sich gläubig nennen, in der Gemeinde zu predigen. Zu viele stehen dagegen auf oder zerpflücken die Worte, um die Predigt in subtiler Art zu vernichten. Es reicht meist schon ein Fragezeichen hinter eine Predigt zu setzen und sie ist ihrer ganzen Kraft beraubt, da die (meistens schwachen) Zuhörer oft nicht unterscheiden können, was die Wahrheit ist, da vielfach das Wort Gottes zu Hause nicht gelesen wird und die Zuhörerschaft deshalb meist schwach ist. 

Daher soll Timotheus eine Selektion machen, zu treuen Zeugen sprechen, sie ausbilden, damit diese die gesunden Worte weiter in die Welt tragen können. Das geht nicht, wenn man zur Masse spricht und einige in dieser Zuhörerschaft schon abgefallen und daher fleissig sind, gute Wortverkündigungen in Frage zu stellen. Auch wir sollten, wenn eine breite Verkündigung des Wortes selbst in der Gemeinde nicht mehr möglich ist, diese Selektion machen, damit die Ausbildung derer, die treu sind und vorankommen wollen, nicht behindert werde!

Vers 3

Nimm teil an den Leiden als ein guter Streiter Christi Jesu! 2.Tim 2,3

Einige werden es nicht glauben wollen, aber es ist wirklich möglich, sich selber vor den Leiden Christi zu schützen. Wäre es anders, würde diese Aufforderung, Timotheus soll Teilhaber der Leiden Christi werden, nicht da stehen.

Es besteht ein Grundsatz: Wir sollten Christus in allem gleich werden (Röm 8,29).und dabei an seinen Freuden und an seinen Leiden teilhaben, damit wir Ihm am Ende gleich sein werden (1. Joh 3,2). Damit das geschehen kann, müssen wir denselben Prozess durchlaufen, den Er durchlaufen musste. Dieser Prozess beinhaltet viele Leiden. Durch Leiden lernte Er den Gehorsam (Heb 5,8), ein nahezu unglaublicher Vers. Aber er wurde uns in allem gleich, damit wir das perfekte Vorbild hätten, ausser in der Sache mit der Sünde. Er hatte absolut nichts zu tun mit der Sünde.

Wenn wir Ihm nachfolgen, so werden wir in seinen Ausbildungsprozess kommen, der Leiden beinhaltet. Ein Beispiel: Wenn wir Ihm folgen, werden anfangen, für Gott zu zeugen und werden so Ablehnung von Menschen bekommen. – Nun können wir uns vor diesen Leiden schützen, indem wir das Evangelium nicht mehr predigen. Predigen wir es nicht, so bleibt die Ablehnung aus, ein Teil der Leiden bleibt uns erspart. Damit kommen wir aber im Umwandlungsprozess nicht voran und werden am Ende nicht fertig ausgebildet und geformt sein. Wir werden nicht am Punkt stehen, an welchem wir stehen sollten und werden auch nicht an der Erbschaft teilhaben, die für Ihn bereitsteht und allen, die so geworden sind, wie Er ist. Zu diesem Thema steht geschrieben:

Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden. Röm 8,17

Die Erbschaft ist an eine Bedingung geknüpft, das ist das Mitleiden, das wir zulassen oder vermeiden können. Amen.

Vers 4

Niemand, der Kriegsdienste leistet, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat. 2.Tim 2,4

Mögen die wahren Christen diesen Vers doch besser verstehen! – Ein Christ ist im Krieg, doch nicht in einem sogenannten Heiligen Krieg nach der Art der Kreuzritter oder nach der Art sonstiger Glaubensrichtungen, die mit Mord und Totschlag gegen andere Menschen vorgingen bzw. heute noch vorgehen. Der nachfolgende Vers beschreibt den Krieg und der Kampf eines Christen:

Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt. Eph 6,12

Unser Wirken ist ein Wirken gegen die Geister der Bosheit, welche die Schöpfungsordnung und Gottes Gebote leugnen. Kurz zusammengefasst ist unsere Wirken ein Wirken gegen den Geist dieser Welt, welcher den Mainstream nährt und lehrt, ungeborenes Leben auszulöschen, die Ehe zu brechen und sich der sexuellen Ausschweifung hinzugeben, Kriege zu führen und jede Sünde zu vollbringen. Der Geist dieser Welt leugnet natürlich auch das kommende und furchtbare Gericht über die Menschen, die seinen Anweisungen zur Sünde folgen. Der Leser möge sich hierüber im letzten Buch der Bibel, das ist die Offenbarung, informieren.

Wer sich als Christ in den spezifischen Kampf, der im Vers 2. Tim 2,4 erwähnt wird, begibt, hat verstanden, was Paulus damit dem Timotheus vermittelt hat. Wer sich hingegen in den Beschäftigungen des Lebens verliert, hat sich seiner Zweckbestimmung entzogen und ist nicht im Willen seines Meisters.

An dieser Stelle ist dem unschlüssigen Leser noch zu sagen, dass wir uns in den letzten Tagen dieses Zeitalters befinden, dessen Wende mit der Erscheinung des Herrn Jesus kommen wird. Die Bedingungen der Schrift, das Volk Israel müsse sich wieder aus der Zerstreuung sammeln und die Zeichen der Endzeit müssten sich zuvor Wirklichkeit werden, haben sich Wort für Wort erfüllt.