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Das Buch Ruth

Das Buch Ruth enthält eine kurze, eingängige Geschichte, die in wenigen Worten zusammengefasst werden kann: Eine israelitische Familie zieht zur Zeit der Richter aufgrund einer Hungersnot in die Gebiete Moabs, wo in der Folge sämtliche Männer sterben. Die Mutter kehrt mit einer ihrer moabitischen Schwiegertöchter wieder nach Israel zurück. Die Schwiegertochter begegnet einem grosszügigen Israeliten, der sie in der Folge heiratet. Ihrer Ehe entspringt in der dritten Generation (Urenkel) unter anderem der spätere König David.

Trotz ihrer Eingängigkeit ist die Geschichte Ruths durchwegs keine oberflächliche. Vielmehr enthält sie wunderschöne Grundzüge und eine tiefe Belehrung. Es handelt sich bei diesem kurzen Buch gleichsam um eine besondere Perle der Heiligen Schrift, und es ist mir ein Anliegen, im folgenden Kommentar einige der Schönheiten dieses Buches herauszustreichen.

In grundsätzlicher Hinsicht gilt es zu bemerken, dass die Geschichte Ruths, wie auch alle übrigen biblischen Geschichten, keine erfundene ist. Während beispielsweise ein Märchen stets wie folgt beginnt: "Es war einmal vor langer, langer Zeit in einem weit entfernten Land ...", wird uns gleich zu Beginn des Buches mitgeteilt, wann und wo die Geschichte stattgefunden hat -- nämlich zur Zeit der Richter, in Israel. Dieser Punkt ist gerade auch wichtig, wenn wir nachfolgend die Begebenheiten dort, wo es der Geist Gottes zulässt oder gar gebietet, in geistlicher Hinsicht deuten werden. Der geistliche Gehalt der Geschichte steht der Tatsache, dass Ruth so, wie es beschrieben wird, gelebt hat, nicht entgegen. Überhaupt würden wir der Schrift Gewalt antun, wenn wir sie rein geistlich deuten würden, während wir die geschichtliche Authentizität verneinen würden. Das sei ferne von uns!

Die Psalmen

Hier finden Sie einige Gedanken zu ausgewählten Versen aus dem schier unerschöpflichen Fundus der Gedanken und Gefühle Gottes und der Gläubigen in und zu  unterschiedlichsten Situationen des Lebens. Die Psalmen vermitteln Trost und Mut, leiten zum Lob und zur Anbetung an und führen uns in die tiefsten Gedanken Gottes ein. Sie sind nichts weniger als ein kostbarer Schatz für alle, deren Herz für Gott schlägt.

Das Evangelium nach Johannes

Das Evangelium nach Johannes berichtet über Christus in seiner Eigenschaft als Gott. Im Matthäusevangelium wird Er als König dargestellt, als Sohn des Königs David; der Stammbaum zeigt seine königliche Abstammung. Auch verliest Er bezeichnenderweise im Matthäusevangelium die Verfassung seines Reiches (Bergpredigt, Mt 5-7). Es macht deutlich, wer das Sagen hat. – Im Markusevangelium wird Er in der Eigenschaft als Knecht Gottes dargestellt. Ein Stammbaum für den Knecht Gottes ist in diesem Evangelium deshalb nicht zu finden. Ein Knecht ist lediglich jemandes Diener und hat keine grossartige Abstammung. Markus beschreibt, wie eine Tätigkeit der anderen folgt, Christus hat praktisch keine Zeit, sich auszuruhen. – Im Lukasevangelium wird Christus als vollwertiger Mensch dargestellt. Dieses Evangelium hat wieder einen Stammbaum, den Stammbaum des Menschen der zurückreicht bis zu Adam, dem Vater aller Lebenden und seinem Schöpfer, Gott.

Das Johannesevangelium berichtet über Christus in seiner Eigenschaft als Gott, wie erwähnt. Wiederum fehlt ein Stammbaum, da Gott ewig ist. Gott ist ohne Anfang und ohne Ende, es gibt keinen einzigen Anhaltspunkt für einen Stammbaum. Gott ist der „Ich bin“ (2. Mo 3,14). Gott ist und Er war schon immer. Diese göttlichen und einzigartigen Eigenschaften treffen alle auf Christus zu. Er war längst vor Maria und Josef, Er war auch vor Abraham, dem Urvater der Nation Israel:

Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich. Joh 8,58

Mit dieser Aussage offenbart sich Christus ebenfalls, wie Gott im Alten Testament (2. Mo 3,14), als der „Ich bin“, als der Schöpfer des Universums:

Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; Kol 1,16

Christus ist demgemäss auch die Wurzel Davids (Offb 5,5; 22,15, siehe auch Lk 20,41-44), auch David wurde durch Ihn, wie alle anderen Menschen auch.

Lassen Sie uns mit der Betrachtung des Johannesevangeliums Christus als den herrlichen und allmächtigen Gott noch besser kennen lernen. Das ist in Wahrheit der Allmächtige, der zur Rettung der Menschen auf die Erde kam und Fleisch geworden ist.

Der erste Brief an Timotheus

Einleitung folgt